Umgang mit schwierigen Menschen
Sie wissen, dass es Ihnen nicht guttut. Und Sie bleiben trotzdem.
Vielleicht ist es der Partner. Vielleicht Ihre Mutter. Eventuell ist es jemand, mit dem Sie jeden Tag zusammenarbeiten müssen. Ich helfe Ihnen im Umgang mit schwierigen Menschen und helfe Ihnen, aus der Situation herauszukommen.
Es liegt nicht daran, dass Sie zu empfindlich sind
Es gibt Menschen, nach denen man sich leer fühlt. Nicht müde, sondern leer. Man kann hinterher oft gar nicht sagen, was genau passiert ist. Es war ja nichts Schlimmes. Ein Tonfall, eine Bemerkung, ein Blick.
Und trotzdem sitzt man abends da und geht das Gespräch zum vierten Mal durch.
Wenn Sie das kennen, haben Sie sich wahrscheinlich schon oft gefragt, ob Sie überempfindlich sind. Die meisten Menschen, die wegen des Umgangs mit schwierigen Menschen zu mir kommen, haben diese Frage im Gepäck.
Als belastend erleben Menschen eine Beziehung dann, wenn sie dauerhaft mehr Kraft kostet, als sie zurückgibt, und wenn das eigene Verhalten sich immer stärker danach richtet, Konflikte zu vermeiden. Typische Anzeichen sind Anspannung vor dem Kontakt, Erschöpfung danach, das Gefühl, sich ständig rechtfertigen zu müssen, und ein langsam schrumpfender Spielraum für eigene Bedürfnisse.
Im Umgang mit schwierigen Menschen hilft der Versuch, das Gegenüber zu ändern, in aller Regel nicht. Wirksam sind drei Schritte, die bei der eigenen Person ansetzen: die eigene Wahrnehmung ernst nehmen statt sie infrage zu stellen, eigene Grenzen benennen und halten, und die eigene Reaktion auf das Verhalten des anderen verändern. Ob privat oder im Beruf, der Ansatzpunkt ist derselbe, weil nur das eigene Verhalten tatsächlich veränderbar ist.
Der erste Kasten beschreibt kein Krankheitsbild und keine Diagnose. Er beschreibt ein Muster, und Muster lassen sich verändern.
Wichtig ist dabei ein Punkt, der vielen erst spät auffällt. Belastende Beziehungen sind selten von Anfang an belastend. Sie werden es schleichend. Das ist der Grund, warum man den Moment verpasst, an dem man hätte etwas sagen müssen.
Sie müssen nicht beweisen, dass es schlimm genug ist. Es reicht, dass es Sie etwas kostet.
Kennen Sie das?
Das sind Sätze, die ich in meiner Praxis immer wieder höre. Wenn Sie sich in mehreren davon wiederfinden, lohnt sich ein Gespräch.
Sie prüfen jeden Satz zweimal, bevor Sie ihn sagen
Nicht aus Höflichkeit, sondern weil Sie wissen, wie es sonst ausgeht. Irgendwann reden Sie mit dieser Person anders als mit allen anderen Menschen.
Nach dem Treffen brauchen Sie einen Tag
Es war nichts Besonderes. Sie sind trotzdem erschöpft und wissen nicht, wovon.
Sie entschuldigen sich für Dinge, für die Sie nichts können
Es geht schneller, als es auszudiskutieren. Nach Jahren merken Sie, dass Sie es auch bei anderen Menschen tun.
Sie erklären das Verhalten für andere
Sie kennt es nicht anders. Er hat viel Stress. So ist er eben. Sie sind inzwischen die beste Verteidigerin von jemandem, der Ihnen nicht guttut.
Sie freuen sich, wenn ein Termin abgesagt wird
Und danach haben Sie ein schlechtes Gewissen deswegen.
Ihr Umfeld versteht es nicht mehr
Irgendwann haben Sie aufgehört zu erzählen, weil immer dieselbe Frage kam. Warum tust du dir das an? Sie haben keine Antwort darauf, und das macht es schlimmer.
Nichts davon bedeutet, dass mit Ihnen etwas nicht stimmt. Es bedeutet, dass Sie sich angepasst haben, um eine Situation auszuhalten. Das ist eine Leistung, und sie hat einen Preis.
Wenn emotionale Abhängigkeit im Spiel ist
Es gibt einen Punkt, an dem eine Beziehung nicht mehr nur anstrengend ist, sondern die eigene Stimmung vollständig von einer anderen Person abhängt. Wie der Tag wird, entscheidet sich daran, wie sie drauf ist.
Dann steht man morgens auf und prüft als Erstes die Stimmungslage. Nicht bewusst. Es läuft von allein.
Emotionale Abhängigkeit beschreibt einen Zustand, in dem das eigene Wohlbefinden, der Selbstwert und die Stimmung weitgehend vom Verhalten einer bestimmten Person abhängen. Betroffene richten ihr Denken und Handeln zunehmend danach aus, diese Person nicht zu verärgern, und verlieren dabei den Zugang zu eigenen Bedürfnissen. Emotionale Abhängigkeit ist keine eigenständige Diagnose, sondern ein Beziehungsmuster, das sich verändern lässt.
Der letzte Satz ist mir wichtig. Emotionale Abhängigkeit ist nichts, was man hat. Sie ist etwas, das zwischen zwei Menschen entstanden ist, und daran lässt sich arbeiten.
Warum es ausgerechnet Sie getroffen hat
Menschen, die in solche Muster geraten, sind selten schwach. Meistens sind es genau die, die gut zuhören, viel aushalten und früh gelernt haben, auf andere zu achten.
Das sind wertvolle Eigenschaften. Sie werden nur zum Problem, wenn jemand sie ausnutzt, und wenn niemand da war, der einem beigebracht hat, wo Schluss ist.
Deshalb hängt dieses Thema eng mit dem Selbstwert zusammen. Wer gelernt hat, dass er sich Zuwendung verdienen muss, hält länger aus als jemand, der das nicht gelernt hat.
People Pleaser: Wenn Harmonie zur Gewohnheit geworden ist
Es gibt Menschen, die eine Stimmung im Raum bemerken, bevor irgendjemand etwas gesagt hat. Die schon beim Hereinkommen wissen, dass gleich etwas kommt, und die anfangen zu vermitteln, bevor überhaupt gestritten wird.
Von außen sieht das nach sozialer Kompetenz aus. Innen ist es Daueralarm.
Als People Pleasing wird ein Verhaltensmuster bezeichnet, bei dem die eigenen Bedürfnisse regelmäßig hinter denen anderer zurückgestellt werden, um Ablehnung oder Konflikte zu vermeiden. Es entsteht meist aus Erfahrungen, in denen Anpassung notwendig war, um Sicherheit oder Zuwendung zu erhalten. Typisch sind Zustimmung gegen die eigene Überzeugung, Schuldgefühle nach einer Absage und die Schwierigkeit, eigene Wünsche überhaupt zu benennen.
Das Tückische daran ist, dass es funktioniert. Wer sich anpasst, hat weniger Streit. Es fällt also lange nicht auf, dass man dabei verschwindet. Auffallen tut es erst später. Meistens dann, wenn jemand fragt, was man selbst eigentlich möchte, und einem nichts einfällt.
Harmoniesucht und Konfliktvermeidung
Beides sind Begriffe für dasselbe Grundmuster. Und beide klingen nach einem Charakterfehler, obwohl sie eine erlernte Schutzstrategie beschreiben. In der Begleitung geht es nicht darum, dass Sie streitlustig werden. Es geht darum, dass Sie Konflikte aushalten können, ohne dass Ihnen dabei der Boden weggezogen wird.
Umgang mit schwierigen Menschen im Beruf
Im Privaten kann man Abstand nehmen. Am Arbeitsplatz nicht. Man sieht dieselben Menschen jeden Tag, ob man will oder nicht, und Kündigen ist für die meisten keine echte Option.
Das macht diese Konstellation besonders zermürbend. Es gibt keinen Ort, an dem es aufhört, außer dem Feierabend, und irgendwann reicht auch der nicht mehr.
Mobbing am Arbeitsplatz ist in Deutschland deutlich verbreiteter als oft angenommen. Eine repräsentative Studie mit 5.015 befragten Beschäftigten kommt auf eine Sechs-Monats-Prävalenz von 6,5 Prozent für Mobbing durch Vorgesetzte oder Kolleginnen und Kollegen. Betroffene fehlten im Jahr durchschnittlich 22,6 Tage gegenüber 11,4 Tagen bei nicht Betroffenen. Besonders häufig betroffen sind junge Beschäftigte zwischen 18 und 29 Jahren mit 11,4 Prozent.
Die Zahl zu den Fehltagen sagt mehr als die Prävalenz. Betroffene sind fast doppelt so oft krank. Das ist keine Empfindlichkeit, das ist eine messbare körperliche Folge.
In der Begleitung geht es nicht darum, den Konflikt für Sie zu lösen. Das kann ich nicht, und dafür gibt es andere Stellen, etwa den Betriebsrat oder eine Beratung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Es geht darum, dass Sie wieder handlungsfähig werden und dass die Situation nicht Ihr ganzes Leben einfärbt.
Grenzen setzen, ohne dass alles eskaliert
Die meisten Ratschläge zu diesem Thema sind nutzlos, weil sie mit dem falschen Schritt anfangen. Sag einfach Nein. Zieh eine klare Grenze. Bleib bei dir.
Das Problem ist nicht, dass Sie das nicht wüssten. Das Problem ist, was danach passiert.
Wer eine Grenze zieht und dafür bestraft wird, mit Schweigen, mit Vorwürfen, mit Rückzug, der zieht sie beim nächsten Mal nicht mehr. Das ist kein Charakterfehler, das ist Lernen.
Wir fangen nicht bei der großen Ansage an. Wir fangen bei der kleinsten Situation an, die Sie sich zutrauen, und schauen, was danach passiert. Mit Ihnen, nicht mit dem anderen.
Dazu kommt etwas, das die meisten Ratgeber auslassen: Sie lernen, wie Sie sich beruhigen, wenn die Reaktion kommt. Denn die kommt. Und wenn Sie in dem Moment aushalten können, statt einzuknicken, verändert sich das Muster.
Abgrenzung ist kein Gespräch. Abgrenzung ist eine Fähigkeit, und sie lässt sich üben.
Wie ich Ihnen helfen kann
Wir sortieren, was tatsächlich passiert
Nicht allgemein, sondern an konkreten Situationen. Was wurde gesagt, was haben Sie gedacht, was war im Körper. Wer lange infrage gestellt wurde, braucht diesen Schritt, um die eigene Wahrnehmung wieder ernst zu nehmen.
Wir schauen, was Sie daran festhält
Meistens ist es nicht der andere Mensch. Es ist ein Satz über Sie selbst, der schon viel länger da ist als diese Beziehung.
Wir arbeiten an dem, was Sie in dem Moment erleben
Hier kommen die Methoden ins Spiel. Ziel ist, dass Sie in der Situation handlungsfähig bleiben, statt zu erstarren oder einzuknicken.
Sie üben in kleinen Schritten
Nicht die große Aussprache. Eine kleine Situation in der kommenden Woche, die Sie sich zutrauen. Danach schauen wir, was passiert ist, und gehen den nächsten Schritt.
Beratung in meiner Praxis und Online
Meine Praxis liegt in Berumbur, mitten zwischen Norden, Aurich und Wittmund. Bei diesem Thema kommen viele Menschen allein, auch wenn es um eine Beziehung geht. Das ist völlig richtig so. Es geht hier um Sie, nicht um eine gemeinsame Klärung.
Wenn Ihnen die Anfahrt zu weit ist oder Sie nicht erklären möchten, wo Sie hinfahren, arbeite ich auch online. Bei diesem Thema wird das häufiger gewünscht als bei allen anderen.
Ich begleite Menschen aus Berumbur, Norden, Norddeich, Aurich, Wittmund, Dornum, Hage, Großheide und der weiteren Umgebung. Wir können auch direkt online miteinander arbeiten.
Viele meiner Klientinnen wussten lange, was sie belastet. Sie wussten nur nicht, wie sie loskommen. Das ist der Punkt, an dem ich anfange.
Das werde ich oft gefragt
Wie gehe ich mit schwierigen Menschen um?
Nicht, indem Sie den anderen ändern. Das gelingt fast nie. Wirksam sind drei Schritte bei Ihnen selbst: Ihre eigene Wahrnehmung wieder ernst nehmen, Ihre Grenzen benennen und halten, und Ihre Reaktion verändern. Ob es um einen Partner, ein Elternteil oder eine Kollegin geht, spielt dabei weniger eine Rolle, als die meisten erwarten.
Können Sie mir sagen, ob mein Partner ein Narzisst ist?
Nein. Niemand kann einen Menschen beurteilen, der nicht im Raum ist, und ich stelle als Heilpraktikerin für Psychotherapie grundsätzlich keine Diagnosen. Vor allem aber würde es Ihnen nichts nützen. Ein Etikett erklärt etwas, es verändert nichts. Wir arbeiten stattdessen an dem, was sich tatsächlich verändern lässt: Ihr Erleben, Ihre Grenzen, Ihre Handlungsfähigkeit.
Was ist emotionale Abhängigkeit?
Ein Zustand, in dem das eigene Wohlbefinden und der Selbstwert weitgehend vom Verhalten einer bestimmten Person abhängen. Betroffene richten ihr Handeln zunehmend danach aus, diese Person nicht zu verärgern, und verlieren dabei den Zugang zu eigenen Bedürfnissen. Es ist keine eigenständige Diagnose, sondern ein Beziehungsmuster, und Muster lassen sich verändern.
Muss ich mich trennen, damit sich etwas ändert?
Nein, und ich arbeite auch nicht darauf hin. Es geht darum, dass Sie wieder eine echte Wahl haben. Manche Menschen bleiben und die Beziehung verändert sich. Manche gehen. Beides ist ein gutes Ergebnis, solange es Ihre Entscheidung ist.
Muss mein Partner mitkommen?
Nein. Bei diesem Thema kommen die meisten Menschen allein, und das ist auch sinnvoll. Wer etwas an sich verändert, verändert immer auch das Gefüge, ohne dass der andere daran beteiligt sein muss.
Es geht bei mir um die Arbeit, nicht um eine Beziehung. Passt das trotzdem?
Ja. Ob der schwierige Mensch der Partner, die Mutter oder eine Kollegin ist, ändert am Muster wenig. Bei Mobbing am Arbeitsplatz sage ich Ihnen allerdings auch, wo Sie zusätzlich Unterstützung bekommen, etwa beim Betriebsrat oder über eine Beratung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Den Konflikt selbst kann ich nicht lösen.
Wie erkenne ich, ob ich zu empfindlich bin?
Diese Frage stellen fast alle, und sie ist meistens schon Teil des Problems. Ein brauchbarer Maßstab ist nicht, wie schlimm etwas objektiv war, sondern was es Sie kostet. Wenn Sie sich vor Kontakten anspannen, danach erschöpft sind und Ihr Verhalten sich zunehmend danach richtet, Konflikte zu vermeiden, ist das ein Muster und keine Empfindlichkeit.
Wie lange dauert das?
Wenn es um eine konkrete Situation geht, spüren viele nach drei bis fünf Sitzungen eine Veränderung. Geht es um ein Muster, das Sie seit der Kindheit begleitet, brauchen wir länger. Nach dem Erstgespräch sage ich Ihnen ehrlich, womit Sie rechnen können.
Erfährt jemand davon, dass ich bei Ihnen war?
Ich arbeite als private Praxis und gebe von mir aus keine Informationen weiter. Es gibt keine Abrechnung über die Krankenkasse und damit auch keinen Eintrag dort.
Arbeiten Sie auch online?
Ja, und bei diesem Thema wird das oft ausdrücklich gewünscht. Wichtig ist nur, dass Sie für die Dauer der Sitzung ungestört sind.
Lassen Sie uns ins
Gespräch kommen
Ich arbeite bevorzugt online. Das hat Gründe, die vor allem für Sie sprechen: keine Anreise, keine Wartezeit, und Sie sitzen währenddessen in einem Raum, in dem Sie sich ohnehin sicher fühlen.
Gerade bei Themen, über die man nicht leicht spricht, ist das oft der leichtere Einstieg. Viele Menschen erzählen zu Hause Dinge, die sie in einem fremden Raum erst nach Wochen ansprechen würden.
Meine Praxis befindet sich in Ostfriesland, in Berumbur zwischen Norden, Aurich und Wittmund.
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