Praxis für Psychotherapie · Zwischen Norden, Aurich & Wittmund

Hilfe bei Ängsten und Panik

Ihr Kopf weiß, dass nichts passieren wird. Ihr Körper glaubt ihm nicht.

Angst lässt sich nicht wegdenken. Genau das macht sie so zermürbend, wenn man eigentlich weiß, dass keine Gefahr besteht. Ich begleite Menschen und biete Hilfe bei Ängsten und Panikattacken, dort wo Argumente nicht mehr hinkommen. Vor Ort in Berumbur oder online.

Wann wird Angst zur Angststörung?

Eine Angststörung liegt vor, wenn Angst ohne tatsächliche Gefahr auftritt, über längere Zeit anhält und den Alltag einschränkt. Sie unterscheidet sich von normaler Angst nicht allein durch ihre Stärke, sondern dadurch, dass sie das Leben verkleinert: Situationen werden gemieden, Wege verändert, Möglichkeiten aufgegeben.

Angst ist zunächst etwas Sinnvolles. Sie hat uns über Jahrtausende am Leben gehalten und tut das jeden Tag weiter, wenn wir an einer unübersichtlichen Kreuzung bremsen.

Problematisch wird sie nicht dadurch, dass sie stark ist. Sondern dadurch, dass sie zur falschen Zeit kommt und bleibt.

Damit sind Sie in guter Gesellschaft. Nach Daten des Robert Koch-Instituts berichteten 13,1 Prozent der Erwachsenen in Deutschland im Jahr 2023 eine auffällige Belastung durch Angstsymptome. Unter jungen Frauen zwischen 18 und 29 Jahren war es etwa jede vierte.

Das ist mehr als jeder achte Erwachsene. Angst ist also alles andere als ein Randthema, auch wenn kaum jemand darüber spricht.

Was bei einer Panikattacke im Körper passiert

Eine Panikattacke fühlt sich an wie ein medizinischer Notfall. Das Herz rast, die Luft wird knapp, Ihnen wird schwindelig, die Hände kribbeln. Viele Menschen sind in diesem Moment überzeugt, einen Herzinfarkt zu haben oder zu sterben.

Was tatsächlich passiert, ist etwas anderes.

Ihr Körper hat ein Alarmsystem, das seit Urzeiten dafür sorgt, dass Sie vor Gefahr fliehen oder kämpfen können. Springt es an, schüttet der Körper Adrenalin aus. Das Herz schlägt schneller, um die Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen. Die Atmung wird flacher und schneller. Die Sinne schärfen sich.
Alles davon ist sinnvoll, wenn ein Angreifer vor Ihnen steht. Steht keiner da, bleiben nur die Symptome übrig. Und weil sie so heftig sind, deutet der Verstand sie als Beweis dafür, dass etwas Schlimmes passiert. Die Angst verstärkt die Reaktion, die Reaktion verstärkt die Angst.

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Angst verschwindet nicht, wenn man ihr ausweicht. Sie wird größer.

Kennen Sie das?

Das Folgende sind keine Symptome aus einem Lehrbuch. Es sind Sätze, die ich in meiner Praxis immer wieder höre. Wenn Sie sich in mehreren davon wiederfinden, lohnt sich ein Gespräch.

Die Angst vor der Angst

Die eigentliche Situation ist längst nicht mehr das Schlimmste. Schlimmer ist die Frage, ob es wieder passiert. Und die stellen Sie sich ständig.

Ihr Radius wird kleiner

Erst war es eine Situation, die Sie gemieden haben. Inzwischen sind es mehrere. Und jedes Mal war die Entscheidung nachvollziehbar.

Sie planen um die Angst herum

Sie wählen Umwege, Sitzplätze am Gang, Termine am frühen Morgen. Von außen sieht das nach Organisation aus. Für Sie ist es Überlebensstrategie.

Der Körper ist schneller als der Verstand

Sie wissen genau, dass nichts passieren wird. Trotzdem rast das Herz, bevor Sie einen klaren Gedanken fassen können.

Kaum jemand weiß davon

Nach außen funktionieren Sie. Wie viel Kraft das kostet und was Sie alles vermeiden, sieht niemand.

Sie schämen sich dafür

Weil es unlogisch ist. Weil andere sowas einfach machen. Weil Sie sich selbst nicht erklären können, warum ausgerechnet das nicht geht.

Warum Angst wächst, wenn man ihr ausweicht

Wer Angst vor etwas hat, meidet es. Das ist die logischste Reaktion der Welt, und kurzfristig funktioniert sie hervorragend. Sie sagen den Termin ab, und die Anspannung fällt sofort ab. Erleichterung.

Das Problem ist, was Ihr Gehirn daraus lernt.

Vermeidung verschafft kurzfristig Erleichterung und verstärkt die Angst langfristig. Wer eine Situation meidet, macht nie die Erfahrung, dass sie zu bewältigen gewesen wäre. Das Gehirn merkt sich stattdessen: Die Gefahr war echt, und das Ausweichen hat geholfen. Beim nächsten Mal ist die Angst deshalb größer, nicht kleiner.

So wird aus einer Angst vor Autobahnen eine Angst vor Landstraßen. Aus einer Angst vor Vorträgen eine Angst vor Besprechungen. Der Radius wird kleiner, und jedes Mal fühlt es sich wie eine vernünftige Entscheidung an.

Genau deshalb reicht guter Wille nicht aus. Sie können sich nicht überzeugen, keine Angst zu haben, solange Ihr Körper die gegenteilige Erfahrung immer wieder bestätigt bekommt.

Was in der Therapie passiert, ist deshalb kein Zureden. Es geht darum, dass Ihr System neue Erfahrungen machen kann, in einem Tempo, das Sie selbst bestimmen.

So arbeite ich

Wie ich Ihnen bei Ängsten helfen kann

Sie müssen sich keiner Situation stellen, auf die Sie nicht vorbereitet sind. Wir arbeiten in Ihrem Tempo und bauen erst einmal Werkzeuge auf, bevor es an die Angst selbst geht. Eine Sitzung dauert zwischen 60 und 90 Minuten.

1

Verstehen, was passiert

Wir schauen uns gemeinsam an, wie Ihre Angst funktioniert. Wann kommt sie, was löst sie aus, was tun Sie danach. Allein das nimmt vielen schon einen Teil des Schreckens.

2

Handlungsfähig werden

Sie lernen Techniken, die im akuten Moment wirken. Atemübungen, Körperwahrnehmung und die Klopftechnik EFT. Das Ziel ist, dass Sie der Angst nicht mehr ausgeliefert sind, auch wenn sie kommt.
3

An die Wurzel gehen

Viele Ängste haben einen Ursprung, manchmal weit zurück. Mit EMDR oder in Trance lässt sich an Erfahrungen arbeiten, an die man im Gespräch schwer herankommt.

4

Den Radius zurückholen

Schritt für Schritt wieder tun, was vermieden wurde. Nicht als Mutprobe, sondern vorbereitet und in Abschnitten, die machbar sind.

Hilfe bei Ängsten in meiner Praxis

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie in Berumbur, Ostfriesland, und behandele Ängste und Panikattacken vor Ort und online.

Ich weiß, wie viel Überwindung der erste Anruf kostet, wenn das Thema ausgerechnet Angst ist. Deshalb geht es im Erstgespräch um nichts anderes als Kennenlernen. Sie müssen nichts erzählen, wozu Sie nicht bereit sind, und nichts tun, was Sie sich nicht zutrauen. Was ich Ihnen zusagen kann: Wir gehen kein Tempo, das Sie nicht mitbestimmt haben. Konfrontation ohne Vorbereitung hilft niemandem.

Meine Praxis liegt in Berumbur und ist gut erreichbar aus Norden, Aurich, Wittmund und dem gesamten Landkreis Wittmund. Online arbeite ich deutschlandweit. Gerade bei Ängsten ist das für manche ein guter Einstieg, weil die Hürde niedriger ist.

Ihr erstes Gespräch ist kostenlos.

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Viele meiner Klientinnen wussten lange, was sie belastet. Sie wussten nur nicht, wie sie loskommen. Das ist der Punkt, an dem ich anfange.

Häufige Fragen zu Ängsten und Panikattacken

Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die mir am häufigsten gestellt werden. Etwas fehlt? Schreiben Sie mir einfach.

Ist eine Panikattacke gefährlich?

Körperlich nicht. So bedrohlich sich Herzrasen, Atemnot und Schwindel anfühlen: Eine Panikattacke schädigt den Körper nicht. Sie erreicht ihren Höhepunkt meist nach wenigen Minuten und klingt dann von selbst ab. Wichtig ist allerdings, solche Beschwerden beim ersten Auftreten ärztlich abklären zu lassen, weil Herzbeschwerden sich ähnlich anfühlen können.

Am wirksamsten ist, länger auszuatmen als einzuatmen, etwa vier Sekunden ein und sechs bis acht Sekunden aus. Das bremst die Alarmreaktion messbar. Hilfreich ist außerdem, die Aufmerksamkeit nach außen zu lenken: fünf Dinge benennen, die Sie sehen. Und sich zu erinnern, dass es vorbeigeht, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt.

Manchmal ja, besonders wenn sie mit einer bestimmten Lebensphase zusammenhing. Häufiger wird sie jedoch größer, weil Vermeidung sie verstärkt. Je früher man etwas tut, desto weniger hat sich festgefahren.

Irgendwann ja, aber nicht sofort und nicht unvorbereitet. Wir bauen zuerst Werkzeuge auf, damit Sie handlungsfähig sind. Erst danach geht es Schritt für Schritt in die Situationen zurück, und zwar in einem Tempo, das Sie bestimmen.

Bei klar umrissenen Ängsten wie Flug- oder Prüfungsangst reichen oft vier bis sechs Sitzungen. Bei Panikstörungen oder Ängsten, die schon lange bestehen, dauert es länger. Das besprechen wir nach dem Erstgespräch.

Ja. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie darf ich Angststörungen behandeln. Ich stelle allerdings keine Diagnosen. Wenn ich im Gespräch den Eindruck habe, dass Sie eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung brauchen, sage ich Ihnen das offen.

Medikamente verschreibt ausschließlich eine Ärztin oder ein Arzt. Wenn Sie bereits welche nehmen, ist das kein Hindernis für unsere Arbeit, im Gegenteil. Beides ergänzt sich häufig gut. Absetzen sollten Sie nie ohne ärztliche Absprache.

Ja, und bei Ängsten ist das oft ein guter Einstieg. Wenn Autofahren oder das Verlassen des Hauses gerade schwerfällt, wäre der Weg in die Praxis die erste Hürde. Die können wir zunächst umgehen und später gemeinsam angehen.

Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker. Die genauen Kosten besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Viele private Zusatzversicherungen erstatten Heilpraktikerleistungen anteilig oder vollständig.

Wenn Sie erstmals körperliche Beschwerden wie Herzrasen oder Atemnot haben, wenn die Angst Sie so stark einschränkt, dass Sie Ihren Alltag nicht mehr bewältigen, oder wenn Sie Gedanken haben, sich das Leben zu nehmen. In diesen Fällen gehört der erste Weg zur Ärztin oder zum Arzt.

Kontakt

Lassen Sie uns ins
Gespräch kommen

Ich arbeite bevorzugt online. Das hat Gründe, die vor allem für Sie sprechen: keine Anreise, keine Wartezeit, und Sie sitzen währenddessen in einem Raum, in dem Sie sich ohnehin sicher fühlen.

Gerade bei Themen, über die man nicht leicht spricht, ist das oft der leichtere Einstieg. Viele Menschen erzählen zu Hause Dinge, die sie in einem fremden Raum erst nach Wochen ansprechen würden.

Meine Praxis befindet sich in Ostfriesland, in Berumbur zwischen Norden, Aurich und Wittmund.

Praxis Standort Berumbur, Ostfriesland, Niedersachsen
E-Mail info@kirsten-stindt.de
Antwortzeit Innerhalb von 24–48 Stunden
Die Hinweise zum Datenschutz habe ich zur Kenntnis genommen.

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