Hilfe bei Burnout
Sie waren mal gern bei der Arbeit. Und genau das ist der Teil, der am meisten weh tut.
Burnout beginnt selten mit einem Zusammenbruch. Er beginnt damit, dass etwas leiser wird, das früher laut war. Ich begleite Menschen, bei denen die Arbeit alle Kraft nimmt und nichts mehr zurückgibt. Vor Ort in Berumbur oder online.
Was ist Burnout?
Die Weltgesundheitsorganisation definiert Burnout als Syndrom, das aus chronischem Arbeitsstress entsteht, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Es ist ausdrücklich keine Krankheit, sondern ein berufliches Phänomen, und die WHO beschreibt es über drei Dimensionen: das Gefühl von Erschöpfung und fehlender Energie, eine wachsende innere Distanz zur eigenen Arbeit bis hin zu Zynismus, und das Erleben, beruflich weniger zu leisten als früher.
Zwei Dinge daran sind wichtig.
Erstens: Burnout ist an die Arbeit gebunden. Die WHO stellt ausdrücklich klar, dass der Begriff nicht auf andere Lebensbereiche übertragen werden soll. Wenn Sie sich als Mutter oder als pflegender Angehöriger erschöpft fühlen, ist das genauso ernst, hat aber einen anderen Namen und braucht einen anderen Zugang.
Zweitens: Burnout ist offiziell keine Diagnose. Das heißt nicht, dass es nicht existiert oder nicht schlimm ist. Es heißt, dass es kein feststehendes Krankheitsbild gibt, sondern ein Zustand, der sich entwickelt hat und der sich auch wieder verändern lässt.
Warum man es selbst zuletzt merkt
Burnout beginnt fast nie mit Erschöpfung. Er beginnt mit Einsatz.
Am Anfang steht meistens jemand, dem die Arbeit wichtig ist. Der bleibt, wenn andere gehen. Der die Dinge übernimmt, weil er sie gut kann. Der gebraucht wird und das auch mag.
Dann wird es mehr. Pausen fallen weg, weil gerade viel ist. Das Private rutscht nach hinten, erst nur diese Woche, dann diesen Monat. Sie funktionieren weiter, weil Sie das können. Und weil es ja gerade nicht anders geht.
Irgendwann geht es dauerhaft nicht anders.
Der Punkt, an dem die meisten aufmerksam werden, kommt spät. Meistens dann, wenn etwas wegbricht, das vorher selbstverständlich war: Der Schlaf. Die Geduld mit den eigenen Kindern. Die Lust auf Dinge, die früher schön waren. Oder das Gefühl, überhaupt noch einen Sinn in dem zu sehen, was man tut.
Dass Sie es lange nicht gemerkt haben, ist kein Versäumnis. Es liegt daran, dass die Eigenschaften, die in einen Burnout führen, genau die sind, für die man vorher gelobt wurde.
Burnout trifft selten die,
die zu wenig getan haben.
Kennen Sie das?
Der Sonntagabend fängt schon mittags an
Es ist Ihnen egal geworden
Dinge, für die Sie früher gekämpft hätten, lassen Sie inzwischen laufen. Das erschreckt Sie mehr als die Müdigkeit, weil es sich nicht nach Ihnen anfühlt.
Der Urlaub reicht bis Dienstag
Zwei Wochen weg, und nach zwei Tagen zurück ist alles wieder da. Als wäre nichts gewesen.
Sie brauchen länger als früher
Aufgaben, die Ihnen leicht von der Hand gingen, kosten jetzt Überwindung und Zeit. Und Sie merken es selbst, was es nicht leichter macht.
Zu Hause bekommen sie den Rest ab
Bei der Arbeit halten Sie sich zusammen. Was übrig bleibt, tragen die Menschen mit, die eigentlich nichts damit zu tun haben.
Sie halten durch, weil Sie das immer getan haben
Aufhören fühlt sich an wie aufgeben. Also machen Sie weiter, obwohl Sie längst wissen, dass es so nicht bleiben kann.
Burnout oder Depression?
Diese Frage stellen sich die meisten irgendwann, und sie ist berechtigt. Die Beschwerden überschneiden sich stark: Erschöpfung, Schlafprobleme, Antriebslosigkeit, das Gefühl, nichts mehr zu schaffen.
Der entscheidende Unterschied ist offiziell klar: Burnout ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation keine Krankheit, sondern ein berufliches Phänomen. Eine Depression dagegen ist eine behandlungsbedürftige Erkrankung.
In der Praxis ist die Unterscheidung schwieriger, weil aus einem unbehandelten Burnout eine Depression werden kann und weil beides gleichzeitig vorliegen kann.
Ein häufig genannter Anhaltspunkt: Beim Burnout ist die Erschöpfung an die Arbeit gebunden, und es gibt meist noch Bereiche, in denen Sie sich lebendig fühlen. Bei einer Depression zieht sich die Schwere durch alle Lebensbereiche, auch durch die, die früher Freude gemacht haben. Das ist kein Test und ersetzt keine Diagnose, aber es ist eine Frage, die sich zu stellen lohnt.
Sicher unterscheiden kann das nur eine Ärztin oder ein Arzt. Ich stelle keine Diagnosen, und ich rate Ihnen ausdrücklich, das abklären zu lassen, bevor wir miteinander arbeiten. Nicht weil ich Sie loswerden möchte, sondern weil eine Depression eine andere Behandlung braucht und weil Sie die verdient haben, wenn sie vorliegt.
Ist das geklärt, arbeite ich gern begleitend.
Oft ergänzen sich ärztliche Behandlung und therapeutische Begleitung gut.
Wie ich Ihnen bei Burnout helfen kann
Am Anfang geht es nicht um Lösungen, sondern um Entlastung. Erst wenn wieder etwas Kraft da ist, lohnt sich der Blick auf die Ursachen. Eine Sitzung dauert zwischen 60 und 90 Minuten.
Ankommen und entlasten
In den ersten Sitzungen geht es um Druck abbauen und um Schlaf. Dafür arbeite ich mit Atem- und Körperübungen, mit der Klopftechnik EFT und mit Trance. Sie bekommen etwas, das Sie zu Hause selbst anwenden können.
Verstehen, wie es dazu kam
Wir schauen gemeinsam auf die letzten Jahre. Wann hat es angefangen? Was hat sich verändert? Und welche Rolle haben Sie dabei übernommen, oft ohne es zu merken?
Den inneren Antreiber anschauen
Fast immer gibt es einen Satz, der antreibt. Ich darf nicht enttäuschen. Ohne mich läuft es nicht. Wenn ich es nicht mache, macht es keiner. Diese Sätze sind älter als Ihr jetziger Job, und genau deshalb hält die Veränderung, wenn man an ihnen arbeitet.
Den Weg zurück planen
Was muss anders sein, damit ein Wiedereinstieg nicht zurück in denselben Zustand führt? Manchmal geht es um Absprachen im Betrieb, manchmal um eine größere Entscheidung. Wir gehen das in Ihrem Tempo an.
Hilfe bei Burnout in meiner Praxis
Ich kenne Arbeit, bei der man nicht einfach gehen kann, wenn es zu viel wird. Neben meiner Praxis bin ich im Polizeidienst tätig. Das heißt nicht, dass ich Ihre Situation kenne, aber es heißt, dass ich weiß, wie es ist, wenn Funktionieren keine Option ist, sondern Voraussetzung.
Was ich Ihnen anbiete, ist kein Motivationsprogramm. Es ist ein Ort, an dem Sie erst einmal nichts leisten müssen.
Meine Praxis liegt in Berumbur und ist gut erreichbar aus Norden, Aurich, Wittmund und dem gesamten Landkreis Wittmund. Online arbeite ich deutschlandweit.
Ihr erstes Gespräch ist kostenlos. Vor Ort oder online, ganz wie es für Sie passt.
Viele meiner Klientinnen wussten lange, was sie belastet. Sie wussten nur nicht, wie sie loskommen. Das ist der Punkt, an dem ich anfange.
Häufige Fragen zu Burnout
Kann ich einen Burnout-Test machen?
Sie finden online viele solcher Tests, und als erste Orientierung können sie hilfreich sein. Eine Diagnose ersetzen sie nicht, schon deshalb, weil Burnout offiziell keine Diagnose ist. Wenn ein Test bei Ihnen ausschlägt, ist das kein Urteil, sondern ein Anlass, mit jemandem zu sprechen.
Ist Burnout eine anerkannte Krankheit?
Nein. Die Weltgesundheitsorganisation führt Burnout in der ICD-11 nicht als Krankheit, sondern als berufliches Phänomen, das den Gesundheitszustand beeinflusst. Krankgeschrieben werden kann man trotzdem, meist über die Beschwerden, die dahinterstehen, etwa eine depressive Episode oder eine Erschöpfungsreaktion.
Woran erkenne ich den Unterschied zu einer Depression?
Ein Anhaltspunkt ist, ob die Schwere an die Arbeit gebunden ist oder sich durch alle Lebensbereiche zieht. Sicher unterscheiden kann das nur eine Ärztin oder ein Arzt, und ich empfehle Ihnen ausdrücklich, das abklären zu lassen. Beides kann auch zusammen auftreten.
Wie lange dauert es, bis es wieder besser wird?
Länger, als die meisten hoffen. Psychische Erkrankungen führen laut der Fehlzeiten-Bilanz 2025 des WIdO zu durchschnittlich 28,5 Arbeitsunfähigkeitstagen je Fall und damit zu den längsten Ausfallzeiten aller Diagnosegruppen. Wer früh kommt, verkürzt diesen Weg deutlich. Das ist das beste Argument dafür, nicht zu warten.
Muss ich meinem Arbeitgeber sagen, dass ich einen Burnout habe?
Nein. Ihr Arbeitgeber erfährt nicht, warum Sie krankgeschrieben sind. Auf der Bescheinigung steht keine Diagnose. Ob und was Sie erzählen, entscheiden Sie. Wir können im Gespräch vorbereiten, was Sie sagen möchten und was nicht.
Was, wenn ich gerade krankgeschrieben bin?
Dann ist das ein guter Zeitpunkt. Eine Krankschreibung nimmt den Druck raus, aber Ausruhen allein verändert die Bedingungen nicht, die zum Burnout geführt haben. Genau dafür lässt sich die Zeit nutzen.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Bei Burnout arbeiten wir meist über einen längeren Zeitraum, oft über mehrere Monate mit größeren Abständen. Die ersten Sitzungen dienen der Entlastung, danach wird es ruhiger. Das besprechen wir gemeinsam nach dem Erstgespräch.
Kann ich die Sitzungen auch online machen?
Ja. Viele schätzen das gerade in der ersten Zeit, weil die Anfahrt wegfällt. Alles, was Sie brauchen, ist ein ruhiger Raum und eine stabile Verbindung.
Was kostet eine Sitzung?
Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker. Die genauen Kosten besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Viele private Zusatzversicherungen erstatten Heilpraktikerleistungen anteilig oder vollständig.
Wann sollte ich sofort ärztliche Hilfe suchen?
Wenn Sie über längere Zeit niedergeschlagen sind und nichts mehr Freude macht, wenn körperliche Beschwerden neu auftreten, oder wenn Sie Gedanken haben, sich das Leben zu nehmen. In diesen Fällen gehört der erste Weg zur Ärztin oder zum Arzt oder in eine Klinik.
Lassen Sie uns ins
Gespräch kommen
Ich arbeite bevorzugt online. Das hat Gründe, die vor allem für Sie sprechen: keine Anreise, keine Wartezeit, und Sie sitzen währenddessen in einem Raum, in dem Sie sich ohnehin sicher fühlen.
Gerade bei Themen, über die man nicht leicht spricht, ist das oft der leichtere Einstieg. Viele Menschen erzählen zu Hause Dinge, die sie in einem fremden Raum erst nach Wochen ansprechen würden.
Meine Praxis befindet sich in Ostfriesland, in Berumbur zwischen Norden, Aurich und Wittmund.
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