Hilfe bei Schlafstörungen
Der Körper ist müde. Der Kopf macht einfach weiter. Sie liegen im Dunkeln und rechnen aus, wie viele Stunden noch bleiben. Oder Sie wachen um halb vier auf, und sofort ist alles wieder da. Ich begleite Menschen dabei und biete Hilfe bei Schlafstörungen, nachts zur Ruhe zu kommen, ohne Schlafmittel und ohne gute Ratschläge, die Sie längst kennen.
Was sind Schlafstörungen?
Schlafstörungen sind in Deutschland weit verbreitet. Nach Daten des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2024 berichten 35,3 Prozent der Erwachsenen von Ein- oder Durchschlafstörungen. Etwa jede dritte Person hat Probleme beim Durchschlafen, etwa jede sechste beim Einschlafen, rund jede achte mit beidem. Gegenüber der Erhebung von 2008 bis 2011, die bei 30,3 Prozent lag, ist der Anteil deutlich gestiegen.
Um drei Uhr morgens fühlt es sich an, als wäre man der einzige Mensch auf der Welt, der wach ist. Das ist einer der Gründe, warum schlechter Schlaf so zermürbt. Man liegt allein damit.
Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.
Von einer Schlafstörung spricht man, wenn Einschlafen oder Durchschlafen über mindestens vier Wochen hinweg in mehreren Nächten pro Woche gestört ist und das am Tag spürbare Folgen hat, etwa Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Gereiztheit. Entscheidend ist nicht die Stundenzahl. Entscheidend ist, ob der Schlaf erholsam ist.
Nicht der Schlaf ist das Problem. Das Problem ist, was im Kopf noch offen ist. Sie haben kein Schlafproblem. Sie haben ein Nicht-abschalten-Problem.
Kennen Sie das?
Sie rechnen aus, wie viele Stunden noch bleiben
Um halb vier ist alles wieder da
Sie wachen ohne Grund auf, und im selben Moment steht der ganze nächste Tag im Raum. Das Gespräch, die Rechnung, der Satz von gestern.
Sie sind müde, bis Sie im Bett liegen
Sie haben schon alles probiert
Kein Handy, kein Koffein, Lüften, Lavendel, feste Zeiten. Manches hat kurz geholfen. Nichts hat gehalten.
Sie haben Angst vor dem Zubettgehen
Der Abend wird unangenehm, weil Sie schon wissen, was kommt. Die Anspannung beginnt Stunden vorher.
Am Tag funktionieren Sie, aber knapp
Sie kriegen alles hin. Die Reserve fehlt. Kleinigkeiten bringen Sie aus der Ruhe, und abends sind Sie leer.
Grübeln: Wenn die Gedanken nachts im Kreis laufen
Tagsüber funktioniert es. Da gibt es Termine, Aufgaben, Menschen, die etwas von Ihnen wollen. Der Kopf ist beschäftigt.
Nachts fällt all das weg. Und dann kommt das, was den ganzen Tag über gewartet hat.
Das Tückische am Grübeln ist, dass es sich wie Nachdenken anfühlt. Als würden Sie an einer Lösung arbeiten. In Wirklichkeit drehen Sie dieselbe Runde zum fünften Mal, und am Ende stehen Sie genau da, wo Sie angefangen haben.
Grübeln unterscheidet sich vom Nachdenken dadurch, dass es kein Ergebnis hervorbringt. Nachdenken führt zu einer Entscheidung oder zu einem nächsten Schritt. Grübeln dreht sich im Kreis, wiederholt dieselben Gedanken und endet ohne Lösung. Nachts tritt es besonders häufig auf, weil äußere Ablenkung fehlt und das Gehirn unerledigte Themen als offen markiert.
Deshalb hilft es auch nicht, sich vorzunehmen, nicht zu grübeln. Das ist, als würden Sie versuchen, nicht an einen roten Elefanten zu denken.
Gedankenkreisen und der Körper
Wenn Gedanken kreisen, bleibt der Körper in Alarmbereitschaft. Der Puls geht schneller, die Muskeln bleiben angespannt, die Atmung wird flacher. Das ist kein Einbildung, das ist messbar.
Und ein Körper in Alarmbereitschaft schläft nicht ein. Er ist dafür gebaut, wach zu bleiben, bis die Gefahr vorbei ist. Dass die Gefahr in Ihrem Fall eine E-Mail ist, die morgen beantwortet werden muss, weiß Ihr Nervensystem nicht.
Genau hier setzt meine Arbeit an. Nicht bei Einschlafritualen, sondern bei dem, was den Körper nachts wachhält.
Bevor wir anfangen: Lassen Sie körperliche Ursachen abklären
Das ist der einzige Abschnitt auf dieser Seite, in dem ich Ihnen etwas rate, bevor Sie überhaupt mit mir gesprochen haben.
Nicht jede Schlafstörung hat mit Gedanken zu tun. Es gibt körperliche Ursachen, die sich behandeln lassen und die mit Gesprächen nicht besser werden. Dazu gehören unter anderem Schlafapnoe, das Restless-Legs-Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen, chronische Schmerzen und Nebenwirkungen von Medikamenten.
Wenn Sie schlecht schlafen, obwohl Sie ausreichend Zeit im Bett verbringen, und das seit Wochen so geht, sprechen Sie bitte mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Das dauert einen Termin und erspart Ihnen im Zweifel Monate auf dem falschen Weg.
Das Robert Koch-Institut empfiehlt, Ein- und Durchschlafprobleme ärztlich abklären zu lassen, wenn sie über längere Zeit bestehen bleiben und Leistungsfähigkeit und Lebensqualität im Alltag deutlich beeinträchtigen. Körperliche Ursachen wie Schlafapnoe oder das Restless-Legs-Syndrom lassen sich gezielt behandeln und sollten vor einer psychotherapeutischen Begleitung ausgeschlossen werden.
Wie ich Ihnen helfen kann
Ich gebe Ihnen keine Schlafhygiene-Liste. Die kennen Sie. Wir arbeiten an dem, was Ihr Nervensystem nachts wachhält.
Wir schauen uns Ihre Nächte genau an
Wann werden Sie wach? Was ist der erste Gedanke? Was passiert im Körper, bevor der Kopf anspringt? Diese Details sagen mehr über die Ursache als jede allgemeine Beschreibung.
Wir finden heraus, was nicht zur Ruhe kommt
Meistens gibt es ein Thema, das im Hintergrund läuft. Manchmal ist es offensichtlich. Manchmal ist es etwas, an das Sie tagsüber gar nicht denken.
Wir bringen den Körper wieder aus dem Alarmmodus
Hier arbeiten wir mit Methoden, die auf der körperlichen und emotionalen Ebene ansetzen. Sie lernen dabei auch etwas, das Sie nachts selbst anwenden können, wenn Sie wach werden.
Sie bekommen den Druck aus dem Zubettgehen
Ein großer Teil des Problems ist die Angst vor der nächsten schlechten Nacht. Wenn dieser Druck weg ist, verändert sich oft mehr, als Sie erwarten.
Konkrete Hilfe bei Schlafstörungen
Meine Praxis liegt in Berumbur, mitten zwischen Norden, Aurich und Wittmund. Für die Arbeit an Schlafstörungen lege ich die Termine gern auf den späteren Nachmittag. Nicht, weil es fachlich nötig wäre, sondern weil viele Menschen dann näher an dem Zustand sind, um den es geht.
Wenn die Anfahrt nicht passt, arbeite ich auch online. Gerade bei Schlafthemen hat das einen Vorteil, den ich nicht erwartet hätte. Sie sitzen in dem Raum, in dem Sie später auch schlafen werden. Das macht die Arbeit greifbarer.
Ich begleite Menschen aus Berumbur, Norden, Norddeich, Aurich, Wittmund, Dornum, Hage, Großheide und der weiteren Umgebung.
Viele meiner Klientinnen wussten lange, was sie belastet. Sie wussten nur nicht, wie sie loskommen. Das ist der Punkt, an dem ich anfange.
Das werde ich oft gefragt
Ab wann spricht man von einer Schlafstörung?
Wenn Einschlafen oder Durchschlafen über mindestens vier Wochen hinweg in mehreren Nächten pro Woche gestört ist und Sie das am Tag spüren, etwa durch Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Gereiztheit. Die Stundenzahl allein sagt wenig aus. Manche Menschen kommen mit sechs Stunden gut zurecht, andere brauchen neun.
Wie viele Menschen haben Schlafstörungen?
Nach Daten des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2024 berichten 35,3 Prozent der Erwachsenen in Deutschland von Ein- oder Durchschlafstörungen. Bei der Erhebung von 2008 bis 2011 waren es noch 30,3 Prozent.
Was kann ich tun, wenn ich nachts nicht abschalten kann?
Kurzfristig hilft es, nach etwa zwanzig Minuten aufzustehen und in einem anderen Raum etwas Ruhiges zu tun, statt im Bett zu bleiben und zu warten. Damit verhindern Sie, dass Ihr Kopf das Bett mit Wachsein verknüpft. Langfristig geht es darum, herauszufinden, was Sie wachhält. Dagegen hilft kein Ritual, sondern nur die Arbeit an der Ursache.
Was ist der Unterschied zwischen Grübeln und Nachdenken?
Nachdenken führt zu einem Ergebnis, zu einer Entscheidung oder einem nächsten Schritt. Grübeln dreht sich im Kreis und endet ohne Lösung. Das ist auch der Grund, warum es nachts so quälend ist. Sie arbeiten die ganze Nacht und kommen nirgendwo an.
Sollte ich zuerst zum Arzt gehen?
Ja, wenn die Schlafstörung schon länger besteht. Es gibt körperliche Ursachen wie Schlafapnoe, Restless Legs, Schilddrüsenerkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten, die sich gezielt behandeln lassen. Das sollte abgeklärt sein, bevor wir an den psychischen Ursachen arbeiten.
Hilft Hypnose bei Schlafstörungen?
Nach meiner Erfahrung ja, und zwar aus einem einfachen Grund. In Trance üben Sie genau die Umschaltung, die nachts nicht gelingt, nämlich den Wechsel vom Anspannungs- in den Ruhemodus. Viele Klienten nehmen aus den Sitzungen etwas mit, das sie später selbst anwenden können.
Wie lange dauert es, bis ich besser schlafe?
Das hängt davon ab, wie lange das Problem schon besteht und was dahintersteckt. Bei einem klar umrissenen Auslöser berichten viele nach drei bis fünf Sitzungen von Veränderungen. Wenn der schlechte Schlaf seit Jahren zum Alltag gehört, brauchen wir länger. Ich sage Ihnen nach dem Erstgespräch ehrlich, womit Sie rechnen können.
Muss ich meine Schlafmittel absetzen?
Das entscheiden Sie nicht mit mir, sondern mit der Ärztin oder dem Arzt, der sie verordnet hat. Setzen Sie nichts eigenmächtig ab. Wir können parallel daran arbeiten, dass Sie sie irgendwann nicht mehr brauchen, aber die medizinische Seite gehört in ärztliche Hände.
Was kostet eine Sitzung für die Hilfe bei Schlafstörungen?
Können Sie mir auch online bei Schlafstörungen helfen?
Lassen Sie uns ins
Gespräch kommen
Ich arbeite bevorzugt online. Das hat Gründe, die vor allem für Sie sprechen: keine Anreise, keine Wartezeit, und Sie sitzen währenddessen in einem Raum, in dem Sie sich ohnehin sicher fühlen.
Gerade bei Themen, über die man nicht leicht spricht, ist das oft der leichtere Einstieg. Viele Menschen erzählen zu Hause Dinge, die sie in einem fremden Raum erst nach Wochen ansprechen würden.
Meine Praxis befindet sich in Ostfriesland, in Berumbur zwischen Norden, Aurich und Wittmund.
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